Freitag, 14. Dezember 2018
Liebeslust
Da sprach sie zu ihm:
Wie kannst du sagen, du habest mich lieb,
während dein Herz doch nicht mit mir ist?
Dreimal hast du mich nun betrogen
und mir nicht verraten,
worin deine große Kraft besteht!
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| Dazu ein Lied |
Als sie ihn aber alle Tage
mit ihren Worten reizte
und in ihn drang,
ward seine Seele zum Sterben matt.
Da verriet er ihr alles,
was in seinem Herzen war,
Richter 16;15-17, Schlachter
Donnerstag, 13. Dezember 2018
Hass
Denn dies ist die Botschaft,
die ihr von Anfang gehört habt,
daß wir einander lieben sollen;
nicht wie Kain aus dem Bösen war
und seinen Bruder ermordete;
und weshalb ermordete er ihn?
weil seine Werke böse waren,
die seines Bruders aber gerecht.
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| ein Lied dazu |
Wundert euch nicht, Brüder,
wenn die Welt euch haßt.
1. Johannes 3:11-13, Elb1871
Mittwoch, 12. Dezember 2018
der gebende Gott
Also ist weder
der da pflanzt
etwas,
noch
der da begießt,
sondern Gott,
der das Wachstum gibt.
1. Korinther 3:7, Elb1871
für mich
Es kommt nicht darauf an,
mit dem Kopf durch die Wand zu gehen,
sondern mit den Augen die Tür zu finden
Werner von Siemens
Dienstag, 11. Dezember 2018
Sehet wohl!
Sehet (= erkennet wohl),
welch große Liebe
uns
der Vater
dadurch erwiesen hat,
dass wir
Kinder Gottes
heißen sollen,
und wir sind es auch.
Deshalb
erkennt die Welt
uns
nicht,
weil sie IHN
nicht erkannt hat.
1. Johannes 3:1, Menge
Montag, 10. Dezember 2018
Fern halte dich!
Du aber,
Mann Gottes
(oder: Gottesmensch),
halt dich von diesem
(allem)
fern.
Trachte vielmehr
nach Gerechtigkeit
und Gottseligkeit,
nach Glauben
und Liebe,
nach Standhaftigkeit
(oder: Geduld)
und Sanftmut!
1. Timotheus Menge
Sonntag, 9. Dezember 2018
gebt acht!
Ihr werdet ferner
von Kriegen und Kriegsgerüchten
hören:
gebt acht,
lasst euch dadurch nicht erschrecken!
Denn das muss so kommen,
ist aber noch nicht das Ende.
Denn ein Volk wird
sich gegen das andere
erheben
und ein Reich
gegen das andere;
auch Hungersnöte
werden eintreten
und Erdbeben hier und da
stattfinden;
dies alles ist
aber erst der Anfang
der Wehen (d.h. der Nöte oder: der Leiden).“
Matthäus 24:6-8, Menge
Samstag, 8. Dezember 2018
Freitag, 7. Dezember 2018
Mittwoch, 5. Dezember 2018
Lobpreis
Daniel hob an und sprach:
Gepriesen sei der Name Gottes
von Ewigkeit zu Ewigkeit!
denn Weisheit und Macht,
sie sind Sein.
Und Er ändert Zeiten und Zeitpunkte,
setzt Könige ab und setzt Könige ein;
Er gibt den Weisen Weisheit
und Verstand den Verständigen;
Er offenbart das Tiefe und das Verborgene;
Er weiß, was in der Finsternis ist,
und bei Ihm wohnt das Licht.
Daniel 2:20-22, Elb1871
Dienstag, 4. Dezember 2018
unverwandt
Und alle,
die in dem Synedrium saßen,
schauten unverwandt auf ihn
und sahen sein Angesicht
wie eines Engels Angesicht.
Apostelgeschichte 6:15, Elb1871
El-Schaddai
El-Schaddai
El-Schaddai, Allmächtiger Gott, gehört zu den alttestamentlichen Gottesnamen, die aus zwei Worten zusammengesetzt sind. Der Name „El“, die Kurzform von „Elohim“ oder „Jahwe“, wird durch andere Worte ergänzt. Dadurch kommt ein besonderes Attribut Gottes zum Ausdruck, Seine Gnade und eine besondere Seite Seines Charakters wird enthüllt. In diesem zusammengesetzten Namen offenbart der erste Teil die Fülle des göttlichen Reichtums; der zweite Teil entfaltet Seine Person, Seinen Willen und Seine Vorsorge für Sein Volk.
„El-Schaddai“ ist eine der meisten Namenszusammensetzungen, die durchweg mit „Allmächtiger Gott“ übersetzt wird. Es ist eine sehr unzulängliche Übersetzung, die den tieferen Sinn dieses schönen Gottesnamens vermissen lässt. Die Offenbarung der Liebe Gottes gegen Seine Geschöpfe, die dieser Name enthält, kommt durch die übliche Wiedergabe nicht zur Geltung. Die Allmacht Gottes kommt schon im ersten Teil „El“ zum Ausdruck. Das zweite Wort „Schaddai“ soll den gleichen Gedanken ergänzen, was aber keine erschöpfende Erklärung des ganzen Namens sein kann.
Was bedeutet die Ergänzung „Schaddai“? Das Wort ist so alt, dass eine ursprüngliche Bedeutung schwer bestimmt werden kann. Einige hebräischen Lehrer erklären „Schaddai“ als „stark“ oder „mächtig“. Der allmächtige Gott offenbart sich durch Furchtbarkeit Seiner Machttaten. In den meisten Fällen wird „El-Schaddai“ mit „Allmächtiger Gott“ übersetzt. Andere Erklärer sagen kurz, die beiden verwandten Worte betonen etymologisch die Macht Gottes. Die Wiedergabe der LXX: „pantokrator“ (Allmächtiger) und der Vulgata: „Omnipotens“ (allmächtig) entsprechen dieser Deutung. Man leitet vielfach den Sinn von „schadad“ - „verwüsten“ her, um die unwiderstehliche Kraft Gottes zu betonen. Sehr verbreitet ist die Ansicht, „Schaddai“ sei keine Ableitung vom Hebräischen, sondern vom akkadischen „schadu“ - „Berg“, dass damit ein Flurengott oder Berggott bezeichnet wird. Diese Herleitungen sind unannehmbar, dass „Schaddai“ aufgefasst wird als ein Gott von Bergen. In den meisten zusammengesetzten Gottesnamen lässt sich eine solche Verbindung nicht nachweisen. Nach dem hebräischen „schadad“, „der Verwüster“ zu übersetzen, passt gar nicht zum Namen „El“. Aquila, Symmachus und Theodotius übersetzen „hi-kanos“ - „genug“, indem sie „Schaddai“ als Kompositum von „scha“ und „dai“ - „der das Genüge ist“ deuten. Das ist auch ohne Analogie.
Es ist daran festzuhalten, dass sich der Name „El-Schaddai“ von allen übrigen Gottesnamen der Bibel erheblich unterscheidet. „Schaddai“ ist von einem Wort abgeleitet, das die Schrift an 18 Stellen für „Mutterbrust“ anwendet. Auf Gott übertragen hat es den Sinn: „Er ist der Eine, der herzt.“ Das führt zu dem Ergebnis, von der Mutterliebe Gottes zu sprechen.
Der Name „El-Schaddai“ ist vielsagender, als es eine Übersetzung ausdrücken kann. Die Deutung: „eine mächtige Zuflucht“ ist noch unzureichender. Der Gedanke der Allmacht kommt schon durch „El“ zum Ausdruck. „Schaddai“ geht weiter, der Zusatz deutet ein volles Genüge und einen völligen Trost an. Die Wiedergabe: „Der Gott aller Wohltaten“, oder „Gott der Allgenugsame“ wäre besser. Das Genüge und der Trost der göttlichen Liebe ist das Höchste und Beste.
Der Name „El-Schaddai“ zeigt eine Fülle und einen Reichtum der göttlichen Gnade. Der hebräische Leser wird dadurch daran erinnert, dass von Gott jede gute und vollkommene Gabe kommt. Er wird nicht müde, Seine Barmherzigkeit über Sein Volk walten zu lassen. Er gibt mehr als Er empfängt. Das Wort „Schaddai“ ist mit einer Wurzel verbunden, das eine „Brust“ bezeichnet. Dieser einfache Gedanke beherrscht den Ausdruck.
„El-Schaddai“ ist der meist gebrauchte Name, womit das Verhältnis Gott zu Seinen Kindern ausgedrückt wird. Die Mutter ist für den Säugling alles und genug. Er schmiegt sich an ihre Brust, weiß sich dort sicher und ist versorgt. Dort empfängt er alles, was er nötig hat. Der Name „El-Schaddai“ ist ein anschauliches Bild der sorgenden und schützenden Liebe Gottes. Gott ist der Helfer, der Seinem Volke volles Genüge gibt.
Der erste Gebrauch dieses Namens ist bezeichnend. Wie alle Gottesnamen hat „El-Schaddai“ einen Sinn, der sich von allen übrigen Bezeichnungen wesentlich unterscheidet. Er wird zuerst in 1. Mose 17,1 erwähnt, nachdem Abram durch eine lange Probe am Ende der eigenen Fähigkeit angekommen war.
Alle Hoffnung, Gottes Verheißung werde Wirklichkeit, schien sich zu zerschlagen. In diesem Augenblick der lang hinausgeschobenen Hoffnung und unerfüllten Erwartung, erschien Jahwe dem Abram und sagte: „Ich bin der Allmächtige Gott, wandle vor mir und sei vollkommen. Ich will einen Bund machen zwischen mir und dir und will dich mehren.“
Hier ist keine Andeutung, wie einige behaupten: „Der Gott der Verwüstung“, oder „der Gott der Berge“.
Er ist vielmehr der Eine, Mächtige und Gnädige, durch dessen Liebe und Macht die Verheißung allein erfüllt wird.
Der Name „El-Schaddai“ musste für Abram ein Wohlklang gewesen sein, als er ihn hörte. Er vermittelte ihm eine neue Gotteserkenntnis, besonders von Seiner Liebe.
Gottes mitleidvolles Verständnis, Seine allgenügsame Macht, das Unmögliche zu erfüllen, Sein Wohlgefallen im Mitteilen der besten Gaben, offenbarte dieser neue Gottesname.
Jahwe ist es, der Sich dem Abram als „El-Schaddai“ offenbarte. In dem denkwürdigen Kapitel (1. Mose 17) sind die drei Gottesnamen „Elohim“, „El-Schaddai“ und „Jahwe“ zu lesen, was Signaturen von drei unterschiedlichen Offenbarungs- und Erkenntnisstufen sind. Elohim schafft und erhält die Natur; „El-Schaddai“ überwindet die Natur, dass darin geschieht, was gegen sie ist, um der Gnade sich zu beugen; „Jahwe“ führt mitten in der Natur die Gnade zum Ziele, indem Er eine neue Schöpfung schafft. Der Boden der Natur ist von „Elohim“ erschaffen; „El-Schaddai“ durchfurcht ihn mit Seiner Allmacht und streut den Samen der Verheißung hinein; „Jahwe“ bringt den Verheißungssamen zur Blüte und Frucht, die gesamte alte Schöpfung wird durch diese Frucht verwandelt. Der Bund mit Noah wird in dem Namen „Elohim“ geschlossen, der Bund mit den Patriarchen in dem Gottesnamen „El-Schaddai“; der Bund mit Israel in dem Namen „Jahwe“. Gottes Bund mit Noah hat die geschaffene und wiedererneuerte Natur zum Inhalt, der Patriarchenbund enthält ein bahnbrechendes Neues gegen die Natur und gegen alles Hoffen; der Bund mit Israel ist die Auswirkung eines neuen Anfangs, der die Gnade und die Wahrheit zum Kernpunkt hat.
Die Patriarchenzeit ist die Periode von „El-Schaddai“. Ihr Charakter ist Allmacht, die auf das Natürliche einwirkt, um dem Übernatürlichen dienstbar zu werden. In dreifacher Beziehung gelangt Gottes Allmacht zum Ziel.
Die Namen der beiden Ahnen Abram und Sarai werden durch den Zusatz eines „H“ in Abraham und Sarah umgeändert, um Hinweise einer wunderbaren Zukunft zu werden. Alles Männliche des Patriarchenhauses wird beschnitten, um fortan der Gnade als Werkzeug zu dienen. Die erstorbenen Leiber des 100jährigen Abraham und der 90jährigen Sarah, die keine Zeugungskraft mehr haben, werden durch die Allmacht „El-Schaddais“ zu einer Gruft des Brunnens (vgl. Jesaja 51,1), aus welchem Israel und eine Menge von Völkern und Königen hervorgehen soll.
Was Abraham in dieser Krisis seines Lebens von Gott lernte, ist irgendwie auf seinen Sohn übergegangen.
Für Isaak kam eine Zeit der Trennung, als er Jakob wegsandte, um eine Braut zu suchen. Er entließ ihn mit den Worten: „Gott der Allmächtige segne dich …“ (1. Mose 28,3).
Die Auflösung einer Familie, der Weggang eines Sohnes, vielleicht sah er ihn in seinem Leben nie wieder. Es ist immer eine drückende Empfindung.
Was Isaak tröstete, war das Bewusstsein, dass es eine Reise unter der Obhut des Allmächtigen war. Jakob fand in diesem Namen auch den stärksten Trost, als er seinen Sohn Joseph segnete (1. Mose 49,25.26).
Eine ergreifende Anwendung des Namens „El-Schaddai“ ist im Buche Ruth zu finden. Nach jahrelangen sorgenvollen Erfahrungen kehrte Noomi nach Bethlehem zurück. Sie wurde begrüßt und war überrascht durch die Frage: „Ist dies Noomi?“ Sie antwortete in Bitterkeit des Geistes: „Nennt mich nicht Noomi (was lieblich bedeutet), sondern nennt mich Mara (Bitterkeit), denn Jahwe hat gegen mich gezeugt und der Allmächtige hat mich betrübt“ (Ruth 1,20.21). Wenn Gott die Gnade in Bitterkeit verwandelt hatte, war für sie nichts mehr zu hoffen und zu erwarten. Sie gebrauchte den Namen „El-Schaddai“, um ihre ganze Hoffnungslosigkeit auszudrücken. Sie hatte aber ein hörendes Ohr für den Klang der Hoffnung. Gott ist in der Tat „El-Schaddai“, der Sich Selbst an ihr bewähren wird.
Der Name „El-Schaddai“ wird achtundvierzigmal im Alten Testament erwähnt, im Buche Hiob steht er einunddreißigmal.
Die Tatsache ist ergreifend.
Es ist nicht so, dass der Verfasser des Buches diesen Gottesnamen erfunden hat, vielmehr ist es der Heilige Geist, der Urheber der unverfälschten Schrift, der Gott so nennen lässt.
Kein Buch des Alten Testamentes offenbart in so wundervoller Weise die Allmacht und das Angebot der Liebe Gottes, wie das im Buche Hiob geschieht.
Der Grundgedanke des ganzen Buches ist, dass der Allmächtige Hiob geschlagen hat, so wird es unverblümt und unbarmherzig von seinen Freunden behauptet. Wenn Gott einen Menschen so züchtigt, so folgern sie, muss er gottlos gewesen sein.
Hiobs Qual lag darin begründet, dass er von seiner Unschuld wusste, er konnte es nicht verstehen, warum Gott so mit einem verfährt, den Er liebt. Er suchte aufrichtig „El-Schaddai“ anzubeten und zu dienen, aber dennoch überfiel ihn dieses Unheil.
Weil er „El-Schaddai“ wirklich kannte, widersetzte er sich den Vorwürfen seiner Ankläger.
Hiob hielt fest am Gottvertrauen, dass Gott mächtig ist, ihn aus der Qual zur höchsten Höhe des Glaubens zu führen. Das liegt in der Erklärung: „Obgleich Er mich schlägt, dennoch vertraue ich auf Ihn.“
Wer Gott als „El-Schaddai“ kennt, ist fähig so zu dulden, wie einst Hiob.
In Prüfungszeiten mag Er Sich anders zeigen als „der Vater der Barmherzigkeit und Gott der Liebe“, der Glaube aber ruht in der Gewissheit, dass Gott in Wahrheit gut ist, und dass zuletzt mit Danksagung bekannt werden kann: „Er hat alles wohlgemacht.“ Was Seine Güte bestimmt, Seine Allmacht vollendet es.
Er ist der allmächtige Gott, in dessen Liebe der Schwache seine Zuflucht nimmt und findet. In der Offenbarung heißt „Jesus“ verschiedentlich „der Allmächtige“ (griechisch Pantokrator). Nach dem Vorgang der LXX entspricht dieser Name nicht dem hebräischen „El-Schaddai“, sondern dem Gottesnamen „Jahwe Zebaoth“ (vgl. Amos 3,13).
Abraham Meister "Namen des Ewigen"
Montag, 3. Dezember 2018
JHWH
Jahwe
Jahwe ist nächst „Elohim“ der meistgenannte Gottesname im Alten Testament, den die alte Lutherbibel mit „HErr“ übersetzt, im Unterschied zu „Herr“, was dem hebräischen „Adonai“ entspricht. Im Mittelalter ist aus Jahwe „Jehova“ entstanden.
Der Jude spricht aus Ehrfurcht diesen Namen nicht aus, er bedient sich stattdessen des Namens „Adonai“.
Der ursprüngliche Sinn von Jahwe ist „der Eine Selbstseiende“, buchstäblich wie in 2. Mose 3,14: „Ich bin, der Ich bin“, der dauernd Gegenwärtige, darum „der Ewige“.
Die göttliche Selbstaussage: „Ich bin, der Ich bin“ entspricht der oftmaligen Selbstbezeichnung Christi im Johannesevangelium: „Ego eimi“ - „Ich, Ich bin!“ (vgl. Johannes 4,26; Johannes 6,20.35.41.48.51; Johannes 7,28.29.33.34.36 Johannes; 8,12.16.18.23.24.28.58; Johannes 9,5.9; Johannes 10,7.9.11.14.36; Johannes 11,25; Johannes 12,26; Johannes 13,13.19.29; Johannes 14,3.6.9; Johannes 15,1; Johannes 18,7; vgl. Apostelgeschichte 9,5; Offenbarung 1,4.8; Offenbarung 4,8; Offenbarung 11,17; Offenbarung 16,5).
Die Wurzel „hawah“, von welcher Jahwe abgeleitet ist, bedeutet „werden“, „sein“.
Er ist demnach „der Seiende“, der Sich als „der Werdende“ bekannt macht. Er zeigt Sich also in einer „beständigen und zunehmenden Selbstoffenbarung“. Diese Deutung finden wir durch die Ableitung des Namens von „hawah“. Er ist der Eine Selbstseiende, der Sich Selbst offenbart. Der Name Jahwe ist im eigentlichen Sinne eine Steigerung des Gottesnamens „El“, „Eloah“, „Elohim“, dem bestimmte Vollkommenheiten (Attribute) beigefügt werden, wie Stärke und dergleichen. Das wesentliche „Sein“ wird weniger betont.
Die Bezeichnung des Namens Jahwe erscheint in der Bibel bei der Schöpfung des Menschen.
Gott (Elohim) sagte: „Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde“ (1. Mose 1,26). Der Mensch aber, wie er nach dem 2. Kapitel des 1. Buches Mose gebildet wurde, um ein Herrscher über die Schöpfung zu werden, ist ein Werk von „Jahwe Elohim“, das wird in der ganzen Schrift ausdrücklich betont.
Der Gottesname „Jahwe“ steht ausdrücklich mit der Erlösung in Verbindung.
Beim Eintritt der Sünde, als die Erlösung notwendig wurde, suchte Jahwe Elohim den Sünder (1. Mose 3,9-13) und Er kleidete ihn mit Röcken von Fellen (1. Mose 3,21).
Es ist hier ein eindrucksvolles Vorbild einer Rechtfertigung, die Jahwe Elohim durch ein Opfer ermöglichte (Römer 3,21.22).
Die erste bestimmte Offenbarung von Ihm Selbst durch Seinen Namen „Jahwe“ war in Verbindung mit der Erlösung des Volkes, da Er einen Bund mit ihm in Ägypten schloss (2. Mose 3,13-17).
Oft steht der Name Jahwe auch mit „Goel“ in Verbindung, was vielfach das Grundwort für „Erlöser“ ist (vgl. Hiob 19,25; Psalm 19,15; Jesaja 44,6.24; Jesaja 49,26; Jesaja 54,8; Jesaja 59,20; Jesaja 60,16; Jesaja 63,16; Jeremia 50,34; Daniel 6,28); einige Stellen haben auch die Verbindung von „Goel“ und „der Heilige Israels“ (vgl. Jesaja 41,14; Jesaja 43,14; Jesaja 47,4; Jesaja 48,17; Jesaja 49,7; Jesaja 54,5).
Der Erlöser führt auf die Vollkommenheiten Jahwes, welche auf die Sünde und das Heil des Menschen anzuwenden sind. Solche sind: Seine Heiligkeit (3. Mose 11,44.45; 3. Mose 19,1.2; 3. Mose 20,26; Habakuk 1,12.13); Seine Abscheu und Seine Beurteilung der Sünde (5. Mose 32,35-42; 1. Mose 6,5-7; Psalm 11,4-6; Psalm 66,18; 2. Mose 34,6.7); Seine Liebe und die Erlösung des Sünders, aber immer in Gerechtigkeit (1. Mose 3,21; 1. Mose 8,20.21; 2. Mose 12,12.13; 3. Mose 16,2; Jesaja 53,5.6.10).
Eine Erlösung ohne Blutvergießen ist in der Schrift unbekannt.
In dem Gottesnamen Jahwe liegt vor allem der Gedanke, dass Gott mit Israel einen Bund geschlossen hat (vgl. 2. Mose 19,3; 2. Mose 20,1.2; Jeremia 31,31-34).
In Beziehung auf die Erlösung des Menschen sind mit Jahwe verschiedene Namen verbunden, welche offenbar mit jeder Not des Menschen durch seinen Zustand der Verlorenheit zusammentreffen. Auf solche Namensverbindungen ist im Folgenden zu achten.
Abraham Meister "Namen des Ewigen"
Sonntag, 2. Dezember 2018
Samstag, 1. Dezember 2018
Sicht
Und ich sah wie ein gläsernes Meer,
mit Feuer gemischt,
und
die Überwinder über das Tier
und über sein Bild
und über die Zahl seines Namens
an dem gläsernen Meere
stehen,
und sie hatten Harfen Gottes.
Und sie singen das Lied Moses’,
des Knechtes Gottes,
und das Lied des Lammes
und sagen:
Groß und wunderbar sind deine Werke,
Herr, Gott, Allmächtiger!
gerecht und wahrhaftig deine Wege,
o König der Nationen!
Wer sollte nicht [dich] ,
Herr,
fürchten und Deinen Namen
verherrlichen?
denn DU ALLEIN bist heilig;
denn alle Nationen werden kommen
und vor Dir anbeten,
denn deine gerechten Taten
sind offenbar geworden.
(Offenbarung 15:2-4, Elb1871)
Flamme Jah's
Flamme Jah's ist nach Hohelied 8,6 die Liebe. Der hier zu erwägende Versteil lautet: „Lege mich an wie einen Siegelring an dein Herz, wie einen Siegelring an deinen Arm; denn stark wie der Tod ist Liebe, fest wie der Scheol ihr Eifer, ihre Gluten sind Feuergluten, wie eine Flamme Jah's.“ Die Liebe soll mit einem Zeichen der Würde, einem Siegelring oder Pfand verbürgt sein. Sie ist das teuerste Gut der unzertrennbaren Gemeinschaft. Die Braut wünscht vom Bräutigam, dass sie in seinem Herzen eingegraben werde, sie will nicht, dass die Liebe aus ihrem Herzen schwindet. Ihre Liebe ist durch schwere Feuerproben hindurchgegangen. Wahre Liebe ist stärker als Tod und Unterwelt. Echter Liebeseifer, Liebesinbrunst ist nach dem hebräischen „schalhebethjah“ eine Flamme Jahwes. Sie ist keine menschliche Tugend, sondern eine von Gott erregte und unzerstörbare Flamme oder Feuerglut. Ähnliche Bilder von der Macht der Liebe finden sich in der klassischen Literatur. Wotenobbi bei Bohlen sagt: „In das liebende Herz flammt hoch die Glut der Begierde; stärker als Höllenglut, welche dagegen nur Eis ist.“ Weil die wahre Liebe eine von Jahwe angefachte Flamme ist, kann der stärkste Wasserstrom sie nicht auslöschen. Angeschwollene Ströme, die alles mit sich fortreißen, vermögen die Liebe nicht wegzuschwemmen.
Abraham Meister "Namen des Ewigen"
Freitag, 30. November 2018
Donnerstag, 29. November 2018
Mittwoch, 28. November 2018
Weisheit, Überlegung, Besonnenheit
und die Himmel mit Verstand befestigt.
Durch seine Erkenntnis brachen die Fluten hervor
und träufelten die Wolken Tau.
Solches, mein Sohn, laß niemals aus den Augen;
bewahre Überlegung und Besonnenheit!
Sie werden deiner Seele zum Leben dienen
und zum Schmuck deinem Hals.
Dann wirst du sicher deines Weges gehen,
und dein Fuß stößt nicht an.
Ohne Furcht wirst du dich niederlegen,
und liegst du, so wird dein Schlaf süß sein.
Du brauchst keinen plötzlichen Schrecken zu fürchten,
auch nicht den Untergang der Gottlosen,
wenn er kommt.
Denn der HERR wird in deinem Herzen sein
und deinen Fuß bewahren vor dem Fallstrick.
Sprueche 3:19-26, Schlachter
Dienstag, 27. November 2018
notwendig
Geliebte,
da es mir ein großes Anliegen ist,
euch von unsrem gemeinsamen Heil zu schreiben,
halte ich es für notwendig,
euch zu schreiben
mit der Ermahnung,
daß ihr für den Glauben kämpfet,
der den Heiligen
ein für allemal
übergeben worden ist.
Es haben sich nämlich
etliche Menschen
eingeschlichen,
für die schon längst
folgendes Urteil geschrieben worden ist:
«Gottlose,
welche die Gnade unsres Gottes
in Ausgelassenheit
verkehren
und den einzigen
Herrscher und Herrn,
Jesus Christus,
verleugnen.»
(Jud 1:3-4, Schlachter)
Montag, 26. November 2018
Ermahnungen
Sodann ermahnen wir euch, liebe Brüder:
Weiset die Unordentlichen zurecht,
ermutigt die Verzagten,
nehmt euch der Schwachen an,
verfahrt mit Geduld gegen alle!
Achtet darauf,
dass niemand einem andern Böses mit Bösem vergelte,
befleißigt euch vielmehr allezeit des Guten gegeneinander
und gegen alle (Menschen)!
Seid allezeit fröhlich,
betet ohne Unterlass,
sagt in jeder Lage Dank,
denn so will es Gott von euch in Christus Jesus.
Den (heiligen) Geist
lasst in euch nicht erlöschen
(= unterdrückt oder dämpft nicht);
prophetische Reden verachtet nicht.
Prüfet alles, behaltet das Gute;
meidet das Böse in jeder Gestalt!
(1. Thessalonicher 5:14-22, Menge)
laßt uns!
Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen,
sondern wachsam und nüchtern sein!
Denn die Schläfer schlafen bei Nacht,
und die sich berauschen, sind bei Nacht trunken;
wir aber, die wir dem Tage angehören,
wollen nüchtern bleiben,
angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe
und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung;
denn uns hat Gott nicht für das Zorngericht bestimmt,
sondern dazu,
dass wir die Rettung
durch unsern Herrn Jesus Christus
erlangen,
der für uns gestorben ist,
damit wir,
mögen wir wachen oder (schon) entschlafen sein,
vereint mit IHM leben.
(1. Thessalonicher 5:6-10, Menge)
Samstag, 24. November 2018
Geist der Besonnenheit
griechisch „pneuma tou sophronismou“, eine Bezeichnung, die nur einmal vorkommt (2. Timotheus 1,7). Es ist die Fähigkeit, sich immer bewusst zu sein, was getan werden muss. Furcht, Menschengefälligkeit oder eine Leidenschaft, können einen, der diese Geistesgaben hat, nicht vom rechten Wege ablenken. Die Möglichkeit, einen gesunden Leib mit starken Kräften in ausgeglichener Weise in Schranken zu halten, heißt Besonnenheit. Ein übermäßiger Gebrauch der Kräfte verdirbt alles und nützt nichts. Das griechische „sophronismos“ bezeichnet eine Gemütsbeschaffenheit, die sich im Deutschen nicht mit einem Worte ausdrücken lässt, am wenigsten durch „Zucht“, oder „Geist der Zucht“ (Nr. 229 siehe dort). Luther überträgt meistens den Ausdruck und seine verwandten Worte in den Pastoralbriefen mit „Zucht“ und „züchtig“, oder „züchtigen“ (vgl. 1. Timotheus 2,9.15; Titus 1,8; Titus 2,12), womit der Begriff nicht ganz erklärt ist.
Für die Klarstellung des Begriffes „sophronismos“ ist es ratsam, auf die verwandten Worte und Ableitungen des Ausdruckes zu achten. Das Adjektiv „sophron“ heißt soviel wie „gesund im Gemüt“, „klug, verständig, weise sein“, alle Dinge geistlich und richtig beurteilen zu können, nach ihrer Beschaffenheit zu verstehen, die Ordnung und das rechte Maß zu halten (vgl. 1. Timotheus 3,2; Titus 1,8; Titus 2,2.5). Das Adverbium „sophronos“ bedeutet „nüchtern, ruhig, enthaltsam“ (Titus 2,12). Das Verbum „sophoronein“ hat den Sinn bei gesundem, nüchternem Verstande sein (Markus 5,15; Lukas 8,35; 2. Korinther 5,13), mäßig sein, die Begierden im Zaume halten (Titus 2,6; 1. Petrus 4,7), im Gegensatz zur Selbstüberschätzung (Römer 12,3). Das Verbum „sophronizein“ bedeutet, „klug und weise machen“, oder „zur Gesundheit des Gemütes führen“. Das verwandte Substantiv „sophrosyne“ - „der gesunde, reife Verstand“ (Apostelgeschichte 26,25) ist eine Selbstverherrlichung (1. Timotheus 2,9.15). Der Geist der Besonnenheit gehört zur Erziehung der Gemeinde, vor allem auch zur Selbsterziehung (vgl. 1. Korinther 9,27). Es ist ein Geist, der nüchtern macht und auf den richtigen Weg leitet, der jede Abirrung von der gesunden Lehre straft und züchtigt.
Die grundtextliche Redewendung, „pneuma tou sophronismou“ bringt eine geistliche Gemütsverfassung zum Ausdruck, die fähig ist, alle Tätigkeiten richtig zu beurteilen und alle Ratschläge und Handlungen vorsichtig auszuführen. Der Geist der Besonnenheit regiert die Kraft und die Liebe; er gehört zu dem erleuchteten Verstand, während die Kraft und die Liebe dem geheiligten Wandel angehören.
Die Übersetzung der Vulgata „sobrietatem“ - „Nüchternheit“ trifft nicht ganz den Sinn. Beza übersetzt besser „sanitatem animi“ - „Gesundheit des Gemütes“. Es ist die Selbstbeherrschung, welche zur weisen Handlung die Kraft verleiht und in allem das rechte Maß und Ziel einzuhalten weiß. Dieses Verhalten ist bei der Tapferkeit sehr wertvoll, damit sie nicht in Verwegenheit, in rasende Wut und Unbescheidenheit umschlägt. Die Fähigkeit, mit Klugheit und einem gesunden Gemüt des gläubigen Herzens den ganzen Sinn so auszurichten, dass alles zum Ziele der Heiligung leitet, ist eine Frucht des Geistes, der alles nach Seinem Willen austeilt (1. Korinther 12,4). Die Verbindung dieser Geistesgabe mit dem Geist der Kraft (Nr. 206 siehe dort) und der Liebe (Nr. 209 siehe dort) im Gegensatz zum Geist der Furcht (Nr. 189 siehe dort) ist sinnvoll und beachtenswert (vgl. 2. Timotheus 1,7).
Abraham Meister, "Namen des Ewigen"
Freitag, 23. November 2018
sechs Wehe
Wehe denen, die Haus an Haus reihen, Feld an Feld rücken, bis gar kein Raum mehr ist, und ihr allein seßhaft seid inmitten des Landes! Vor meinen Ohren hat JHWH der Heerscharen gesprochen: Wenn nicht die vielen Häuser zur Wüste werden, die großen und schönen ohne Bewohner! Denn zehn Juchart Weinberge werden ein Bath bringen, und ein Homer Samen wird ein Epha bringen.
Wehe denen, die des Morgens früh sich aufmachen, um starkem Getränk nachzulaufen, bis spät am Abend bleiben, der Wein erhitzt sie! Und Laute und Harfe, Tamburin und Flöte und Wein sind bei ihrem Gelage; aber auf das Tun JHWHs schauen sie nicht, und das Werk seiner Hände sehen sie nicht. Darum wird mein Volk weggeführt aus Mangel an Erkenntnis, und seine Edlen verhungern, und seine Menge lechzt vor Durst. Darum sperrt der Scheol weit auf seinen Schlund und reißt seinen Rachen auf ohne Maß; und hinab fährt seine Pracht und sein Getümmel und sein Getöse und wer darin frohlockt. Und der Mensch wird gebeugt und der Mann erniedrigt, und die Augen der Hoffärtigen werden erniedrigt. Und JHWH der Heerscharen wird im Gericht erhaben sein, und Gott, der Heilige, sich heilig erweisen in Gerechtigkeit. Und Schafe werden dort weiden wie auf ihrer Trift, und Fremdlinge in den verwüsteten Fluren der Fetten sich nähren.
Wehe denen, welche die Ungerechtigkeit einherziehen mit Stricken der Falschheit, und die Sünde wie mit Wagenseilen! die da sprechen: Er beeile, er beschleunige sein Werk, damit wir es sehen; und der Ratschluß des Heiligen Israels möge herannahen und kommen, damit wir ihn erfahren!
Wehe denen, die das Böse gut heißen, und das Gute böse; welche Finsternis zu Licht machen, und Licht zu Finsternis; welche Bitteres zu Süßem machen, und Süßes zu Bitterem!
Wehe denen, die in ihren Augen weise und bei sich selbst verständig sind!
Wehe denen, die Helden sind, um Wein zu trinken, und tapfere Männer, um starkes Getränk zu mischen; welche den Gesetzlosen um eines Geschenkes willen gerecht sprechen, und die Gerechtigkeit der Gerechten ihnen entziehen!
(Jesaja 5:8-23, Elb1871)
merkt auf!
Verkrieche dich in die Felsen und
verbirg dich im Staube
vor dem Schrecken Jehovas und
vor der Pracht seiner Majestät!
Die hochmütigen Augen des Menschen
werden erniedrigt,
und die Hoffart des Mannes
wird gebeugt werden;
und JHWH wird hoch erhaben sein
ER allein,
an jenem Tage.
Denn JHWH der Heerscharen hat einen Tag
über alles Hoffärtige und Hohe,
und über alles Erhabene,
und es wird erniedrigt werden;
und über alle Cedern des Libanon,
die hohen und erhabenen,
und über alle Eichen Basans;
und über alle hohen Berge und
über alle erhabenen Hügel; und
über jeden hohen Turm und
über jede feste Mauer; und
über alle Tarsisschiffe und
über alle kostbaren Schauwerke.
Und der Hochmut des Menschen wird gebeugt
und die Hoffart des Mannes erniedrigt werden;
und JHWH wird hoch erhaben sein,
ER allein,
an jenem Tage.
Und die Götzen werden gänzlich verschwinden.
Und sie werden sich in Felsenhöhlen und
in Löcher der Erde
verkriechen
vor dem Schrecken JHWHs und
vor der Pracht SEINER Majestät,
wenn ER sich aufmacht,
die Erde zu schrecken.
An jenem Tage wird
der Mensch seine Götzen von Silber und
seine Götzen von Gold,
die man ihm zum Anbeten gemacht hat,
den Maulwürfen und
den Fledermäusen
hinwerfen,
um sich in die Spalten der Felsen und
in die Felsenklüfte zu verkriechen
vor dem Schrecken JHWHs und
vor der Pracht SEINER Majestät,
wenn ER sich aufmacht,
die Erde zu schrecken.
Lasset ab von dem Menschen,
in dessen Nase nur ein Odem ist!
denn wofür ist er zu achten?
(Jes 2:10-22, Elb1871)
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